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Ferrari Challenge



Die Geschichte einer erfolgreichen Rennserie

Seit 1993 stellt die Ferrari Challenge Pirelli Trophy die Lieblingsmeisterschaft der Ferrari Kunden dar, welche die Geschwindigkeit und den Wettbewerb lieben.

Etwa 150 Rennfahrer nehmen an den drei Meisterschaften Nordamerika, Europa und Italien teil. Unterstützt werden sie von knapp einem Dutzend direkt von Ferrari Vertragshändlern gesponserten Teams.

Die Ferrari Challenge Europa, die bis vor einigen Jahren in eine West- und eine Central-Meisterschaft unterteilt war, stellt auch in diesem Jahr eine wichtige Herausforderung für die Privatpiloten dar, die aus ganz Europa stammen. An der Meisterschaft nehmen nämlich Teams und Fahrer teil, die beispielweise aus Deutschland, England, Frankreich, der Schweiz sowie aus vielen anderen Ländern Europas kommen. Die europäische Challenge 2008 wird, wie auch die nordamerikanische und die italienische Challenge-Meisterschaft 2008, ausschließlich mit dem F430 Challenge ausgetragen.

Die Teilnahme des Automobilbauers Ferrari an der 61. Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt 2006 war durch die die Weltpremiere des F430 Challenge geprägt.

Der F430 Challenge ist die Rennversion der 8-Zylinder-Berlinetta und wird 2006 in der Ferrari Challenge Trofeo Pirelli an den Start gehen.

Mit dem F430 Challenge stellt Ferrari einmal mehr seine Fähigkeit unter Beweis, die beiden Bereiche des Unternehmens in perfekten Einklang zu bringen: Die einzigartige Vereinigung von Granturismo und Motorsport dient alleine dazu, den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden.

So behält der F430 Challenge das Aussehen sowie das 490 PS starke Triebwerk der Straßenversion bei, womit er für den Einsatz im Motorsport prädestiniert ist. Außerdem wurde das Auto im Vergleich zum 360 Challenge, weiter verbessert.

Durch zahlreiche Testfahrten - u.a. auf der Rennstrecke von Fiorano - ist der F430 Challenge ein Fahrzeug, das sehr fein auf die Bedürfnisse der Rennfahrer abgestimmt ist. Ein großer Teil der Neuerungen wie z.B. das elektronisch gesteuerte Getriebe, stammt direkt aus der Formel 1.

Die Carbon-Keramik-Bremsen (CCM) werden erstmals bei einem Ferrari, der im Motorsport eingesetzt wird, verwendet. Das elektronisch gesteuerte Getriebe besitzt die gleiche Funktion wie die Getriebe der F1-Fahrzeuge. Dank der Sintermetall-Zweischeiben-Kupplung und der speziell entwickelten Software können selbst unter Wettkampfbedingungen die gleichen Schaltzeiten (150 ms) wie bei der Straßenversion des F430 erreicht werden. Auch der fünfte und sechste Gang sowie das Kegelradgetriebe wurden modifiziert, um die Performance des Triebwerks auf der Rennstrecke best möglich nutzen zu können.

Die neuen 19-Zoll-Slicks wurden als Premiere und eigens für den F430 Challenge vom Reifenhersteller Pirelli entwickelt. Dieser Reifen entspricht dabei nicht nur den strengen Reglements der langen Challenge- Rennen, sondern ist auch die perfekte Antwort auf die außergewöhnlichen Leistungsanforderungen. Der F430 Challenge wiegt (mit leerem Tank) gerade mal 1.225 kg. Die Gewichtsreduzierung konnte durch Veränderungen in allen Bereichen der Mechanik und der Karosserie des Wagens erzielt werden. Zu bemerken ist dabei besonders der Einsatz von Lexan® für die Windschutzscheibe, die vollständig aus Carbonfaser gefertigte Ansaugabdeckung, sowie die Abgasanlage.

Damit die Fahrer auf der Rennstrecke die Sportlichkeit des Wagens voll auskosten können, wurde das elektronisch gesteuerte Differential (E-Diff) durch ein mechanisches ersetzt. Des Weiteren kommt an Stelle des EBD ein mechanischer Bremsdruckregler zum Einsatz. Auch alle anderen elektronischen Systeme wurden im Setup auf maximale Sportlichkeit ausgerichtet. Die Stabilitätskontrolle entfällt ganz. ABS und ASR sind im Wagen weiterhin vorhanden. ASR kann vom Fahrer auf Wunsch deaktiviert werden. Aus diesem Grund gibt es den "Manettino" nicht mehr.

Besonders hervorzuheben aus den zahlreichen Neuerungen, die den F430 Challenge auszeichnen, ist das abnehmbare Lenkrad, durch das das Ein- und Aussteigen nun noch einfacher ist. Das Lenkrad ist mit Knöpfen ausgerüstet, über die der Fahrer mit der Box kommunizieren und die Pitspeed (automatische Abregelung der Geschwindigkeit in der Boxengasse) aktivieren kann. Eine neue Instrumententafel, digital und in Farbe, dient dem Fahrer als Kontrollinstrument.

Das Heck des Wagens zeichnet sich durch das besondere Layout der extrem leichten Abgasanlage - deren Endrohre mittig angebracht sind - sowie dem modifizierten Grill - der einen besseren Abzug der heißen Luft aus dem Motorraum ermöglicht - aus. An der Aufhängung wurden die Torsionsfedern und Stoßdämpfer modifiziert. Um einen schnellen Reifenwechsel zu ermöglichen, fixiert eine Zentralmutter die Felgen, was zudem durch eine Hebevorrichtung zusätzlich vereinfacht wird.

Masse
Länge: 4512 mm
Breite: 1923 mm
Höhe: 1184 mm

Motor
Typ: V8-Zylinder (90°)
Hubraum: 4308 cm3
Max. Leistung: 360,3 kW (490 PS) bei 8500 U/min
Max Drehmoment: 465 Nm (47,4 kgm) bei 5250 U/m

Fahrleistung
0 - 100 km/h ca. 3,5 sec.
V-max über 300 km/h

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